Indikationen

Aufgrund mechanischer und biologischer Faktoren haben Patienten mit einem Ermüdungsbruch der Basis des fünften Metatarsalen (Jones Bruch) ein erhöhtes Risiko für eine schlechte Heilung und Refraktur des Knochens an der selben Stelle. Patienten, bei welchen der Bruch nicht richtig verheilt oder ein erneuter Bruch auftritt, können von einer Stabilisierung der Fraktur durch eine Schraube durch den Knochen profitieren. Sehr aktive und sportliche Patienten profitieren von einer Fixation nach der Verletzung um die Heilung und Rehabilitation zu beschleunigen und das Risiko einer erneuten Fraktur zu senken.

Vorgehen 

Das operative Vorgehen beinhaltet das Platzieren einer grössenangepassten Schraube, welche am Ende der Basis der fünften Metatarsale (Mittelfussknochen) beginnt und durch den Knochen an der Bruchstelle gelegt wird. Dies wird mithilfe eines kleinen Schnittes in der Nähe der Basis der fünften Metatarsale gemacht. Das Ende dieser Metatarsalen wird mittels Röntgen (Fluoroskopie) gefunden. Ein Bohrer wird dann benutzt um in den Kanal der fünften Metatarsalen zu gelangen und wird dann durch den Bruch platziert. All dies wird unter Röntgen-Durchleuchtung gemacht um sicherzustellen, dass die Schraube korrekt positioniert wird. Eine Schraube mit einem angebrachten Durchmesser und Länge wird ausgesucht. Der Durchmesser ist normalerweise 4.5-6.5mm. Dann wird die Schraube durch den Bruch plaziert um den Knochen zu stabilisieren und den Bruch zu komprimieren damit die Heilung des Bruchs ermöglicht wird.

Erholung

Die Erholung der Operation beinhaltet nicht nur die Erholung von dem operativen Eingriff an sich, sondern viel wichtiger die Zeit, um dem Bruch des fünften Metatarsale (Jones Bruch) das Heilen zu ermöglichen (meist 6-8Wochen). Die Fäden des kleinen Schnittes sollten nach 10 bis 14 Tagen entfernt werden.

Mögliche allgemeine Komplikationen 

Diese Operation hat das Potential für die üblichen postoperativen Komplikationen:

  • Infektionen
  • Wundheilungsstörung
  • Tiefe Beinvenenthrombose (TVT)
  • Lungenembolie (LE)
  • Nervenverletzung

Mögliche spezifische Komplikationen 

Für die Fixation des Jones Bruchs mittels Schraube entstehen folgende spezifische Komplikationen:

  • Bleibende Nicht-Heilung oder erneuter Bruch der fünften Metatarsale. Die Schraube sollte den Knochen stabilisieren und die Heilung wahrscheinlicher machen. Jedoch beeinflusst sie die Fussform nicht und somit kann der betroffene Bereich noch immer einer übermässigen Belastung ausgesetzt sein. Als Resultat kann es zu einer Nicht-Heilung oder gar einem Wiederauftreten des Ermüdungsbruchs kommen. Normalerweise liegt ein mechanischer oder biologischer Grund dafür vor und wird vom behandelnden Arzt untersucht. Beispielsweise Patienten mit sehr hohem Rist (Cavus Fuss), oder Hormonmangel, wie Vitamin D oder Schilddrüsenhormon, haben erhöhtes Risiko für eine Nicht-Heilung oder ein Neuauftreten des Bruchs.
  • Versagen der Implantate. Wenn der Ermüdungsbruch erneut auftritt und der Knochen bricht, so besteht das Risiko, dass auch die Schraube brechen könnte. Das ist der selbe Mechanismus, der eine Büroklammer zum Brechen bringt; durch wiederholtes ein Vor- und Zurückwackeln.
  • Hervorstehendes Implantat. Wenn der Kopf der Schraube gross und hervorstehen ist, was in den meisten der Fall ist, so kann es zu Beschwerden aufgrund des Schraubenkopfes kommen.
  • Weiteres Brechen des fünften Metatarsalen. Während der Operation oder später, alsbald der Patient mit der Gewichtsbelastung des Fusses begonnen hat, kann es zum weiteren Brechen des fünften Metatarsalen kommen. Bei der Operation kann der Bohrer durch den Knochen bis zur anderen Seite durchstossen. Obwohl dies manchmal geplant passiert um eine bessere Stabilisation zu erhalten, so kann es auch zur Schwächung des Knochens führen und in einem kleinen Prozentsatz der Fälle zu einem neuen Bruch des Knochens an einem anderen Ort führen.
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