Indikationen

Diese Operation ist angezeigt für die Korrektur einer Fehlstellung wobei der Vorder- und Mittelfuss nach aussen gespreizt werden. Diese Deformität tritt oft beim Plattfuss oder bei Kindern mit einem Zusammenschluss der Fersenknochen auf.

Vorgehen

Die Evans Operation wird durchgeführt um eine spezifische Fehlstellung des Fusses zu korrigieren. Wenn der Fuss nach aussen gespreizt wird, kann es sinnvoll sein, wenn die Aussenseite des Fusses verlängert wird um den vorderen Teil des Fusses in eine geradere Position zu stossen. Das Verfahren beinhaltet einen Schnitt an der Fussaussenseite nahe zur Vorderseite des Knöchels. Der vordere Teil des Fersenknochens (der Calcaneus) wird dann durchtrennt. Dieser Knochen wird dann 8-10mm auseinander gespreitzt und ein Knochentransplantat des Beckens oder Fremdknochen wird benutzt um die Verlängerung zu stabilisieren. Der Schnitt (Osteotomie) für das Evans Verfahren wird 2cm hinter dem calcanocuboidalen Gelenk gemacht. Das Evans Verfahren wird meist zusammen mit anderen Vorgehen durchgeführt um eine vollständigere Korrektur des erworbenen Plattfuss des Erwachsenen zu erhalten. Die anderen Verfahren können eine Mittelfuss-Osteotomie, einen Beugesehnentransfer zur Tibialis posterior-Sehne oder eine Achillessehnenverlängerung beinhalten.

Erholung

Das Evans Verfahren beinhaltet das Durchtrennen (die Osteotomie) eines Knochens (Calcaneus) im Fuss. Damit die Behandlung effektiv ist, müssen die Knochen zusammenwachsen. Dies beansprucht 6-12 Wochen der Erholungsphase. Während diesem Zeit muss der Fuss immobilisiert und nicht belastet werden. Wenn der Knochen ausreichend geheilt ist um Gewicht zu tragen, dürfen die Patienten normale Schuhe tragen und werden aufgefordert ihre Aktivitäten über weitere 6-8 Wochen stetig zu steigern. Oft ist ein Jahr oder mehr notwendig bis eine vollständige Erholung erreicht ist.

Mögliche Komplikationen

Komplikationen, welche beim Evans Verfahren auftreten können und für dieses spezifisch sind, beinhalten:

  • Fehlheilung

 

Die zu kurze oder zu lange Verlängerung des Knochenschnitts kann problematisch sein. Eine zu kurze Verlängerung führt zu einer unvollständigen Korrektur der Fehlstellung. Eine zu lange Verlängerung hingegen kann zu einem steifen und schmerzhaften Fuss führen. Es ist nicht selten, dass sich der Patient bei einem gut durchgeführten Evans Verfahren über einen steifen Fuss und Beschwerden für mehrere Monate beklagt, da der Fuss sich an die neue Position gewöhnen muss.

  • Schmerzen, welche mit dem äusseren hinteren Fuss zusammenhängen

Es können Schmerzen auftreten, welche mit dem äusseren hinteren Fuss zusammenhängen. Dies kann aufgrund der höheren Krafteinwirkung auf das calcaneocuboidale Gelenk vorkommen. Das ist die sogenannte laterale (äussere) Überlastung.

  • Schmerzhafte Implantate

Das Knochentransplantat muss fixiert werden, was entweder mit Schrauben oder einer Platte passiert. Diese Implantate können das Weichteilgewebe dieser Region aufgrund seiner geringen Polsterung irritieren und zu Schmerzen führen.

 

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