Indikation

Die Hauptindikation für eine subtalar Fusion ist eine Arthrose im Subtalargelenk. Eine Arthrose in diesem Gelenk entsteht meistens nach einem Fersenbruch. Eine andere Indikation für eine subtalar Fusion besteht bei Patienten, welche die Anordnung des Rückfusses ändern müssen, um so die Kraft gleichmässiger auf die Ferse zu verteilen. Zum Beispiel bei einem Patienten mit einer Plattfussdeformität, wobei die Ferse verschoben ist und sich dadurch die Kraft nicht gleichmässig verteilt.

Verfahren

Auf der Aussenseite des Knöchels wird ein Schnitt bis zum Subtalargelenk gemacht um dieses, vor Allem den hinteren Teil, freizulegen. Ist das Gelenk freigelegt, kann es versteift werden. Zuerst wird der verbliebene Knorpel zwischen Fersenbein und Sprungbein entfernt. Danach wird der Knochen abgeschliffen bis er zusammen passt, ähnlich wie bei der Reposition einer Fraktur. Das Gelenk wird dann in die gewünschte Position gebracht und mit Schrauben gesichert. Um die Chance einer Fusion zu erhöhen, wird manchmal auch ein Knochenstück von einem anderen Teil des Körpers gewonnen (z.B. vom Becken) und ins Subtalargelenk implantiert.

Rehabilitation

Nach dieser Operation dauert es in der Regel 6 Wochen, bis der Knochen geheilt ist. Während dieser Zeit trägt der Patient einen Gips oder einen orthopädischen Schuh und darf den Fuss nicht belasten. Wenn das Röntgenbild nach dieser Zeit genügend Heilung zeigt, kann der Patient mit Physiotherapie beginnen und kann  beginnen den Fuss während den nächsten 4-6 Wochen, soweit toleriert, zu belasten. Die Physiotherapie hat das Ziel das Bewegungsausmass anderer Gelenke zu erhöhen, den Fuss zu stärken und die die Propriozeption sowie das Gangbild zu verbessern. Nach 10-14 Wochen kann der Patient beginnen einen normalen Schuh zu tragen. In den ersten 5-6 Monaten erreichen Patienten etwa 75-80% ihrer Genesung; bis zur vollständigen Heilung dauert es aber in der Regel 15-18 Monate.

Potentielle generelle Komplikationen

Potentielle spezifische Komplikationen

Schmerzhafte Implantate: Eine potentielle Komplikation bei diesem Verfahren sind Schmerzen, die durch die Schrauben, welche den Knochen fixieren, verursacht werden. Bei 10-20% der Patienten müssen die Schrauben nach der Heilung des Knochens entfernt werden, weil sie stören.

Nervenverletzung: Aufgrund der Position des Einschnitts, kann der Nerv an der Aussenseite der Ferse (Suralnerv) verletzt werden. Eine Nervenverletzung kann entstehen durch das Weghalten der Wundränder, direkte Verletzung, oder durch Narbenbildung während des Heilungsprozesses. Wird der Suralnerv verletzt oder durchtrennt, kann der Patient Taubheit oder Schmerzen entlang des Nervens spüren.

Pseudoarthrose: Eine Pseudoarthrose (ausbleibende Heilung des Knochens) tritt dann auf, wenn die Versteifung nicht richtig heilt. Die Chance einer Pseudoarthrose hängt ab von: der Operationstechnik; der zugrunde liegenden Ursache der Arthrose; ob der Patient raucht; und der Mitwirkung des Patienten beim Belastungsprotokoll nach der Operation. Die übliche Chance eine Pseudoarthrose im Subtalargelenk zu entwickeln liegt bei etwa 5%. Entwickelt der Patient eine Pseudoarthrose oder verzögert sich die Heilung, kann es nötig sein, den Fuss länger nicht zu belasten oder

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