Indikationen

Eine Knochenentnahme kann direkt unter dem Knie (proximale Tibia) normalerweise an der Aussenseite des Unterschenkels genommen werden. Dies benötigt einen Schnitt von etwa 2-4cm Länge. Ein Loch oder Fenster wird im äusseren harten Knochen (Kortikalis) gemacht und der weiche Knochen (Spongiosa) wird ausgehöhlt und um das Gelenk oder den Knochen, welcher heilen soll, gelegt. Die Wunde wird dann verschlossen. Eine proximale tibiale Knochenentnahme wird normalerweise auf der selben Seite wie das zu operierende Gebiet durchgeführt, damit kein zweites steriles Gebiet während der Operation benötigt wird, wie dies bei einer iliacalen (vom Beckenkamm stammenden) Knochenentnahme gemacht wird. Dieses Verfahren beeinträchtigt die Stabilität des Kniegelenks nicht, da sie unterhalb des Gelenks stattfindet. Die postoperative Gewichtsbelastung wird durch die jeweils durchgeführte Operation (bsp. Versteifung, Bruchkorrektur) und nicht durch die Knochenentnahme bestimmt.

Mögliche allgemeine Komplikationen

Die allfällig möglichen Risiken beinhalten die üblichen chirurgischen Komplikationen:

  • Infektionen
  • Wundheilungsprobleme wie beispielsweise schmerzhafte Vernarbung

Mögliche spezifische Komplikationen

Spezifische Risiken, welche nach einer proximal tibialen Knochentnahme auftreten können sind selten, aber beinhalten:

  • Verletzung des Kniegelenks
  • Schwächung des Knochens, was theoretisch zu einem erhöhten Risiko eines Bruchs des Tibiaplateaus (Teil des Unterschenkelknochen, welcher am Kniegelnk beteiligt ist) führen kann
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