Knochentransplantationen werden entweder durchgeführt um die Wahrscheinlichkeit einer Gelenksversteifung (bsp. Knöchel-, Subtalar-, Talonavicular Versteifung) zu erhöhen oder bei der Heilung einer Nicht-Vereinigung zu helfen. Der weiche Knochen (Spongiosa) wird ausgekratzt und an einen Ort gebracht, wo die knöcherne Heilung benötigt wird. Das Knochentransplantat hilft der Heilung in drei Wegen:

  1. Es stellt ein Gerüst für neuen Knochen dar um sich darum zu entwickeln
  2. Das Knochentransplantat stimuliert Heilungselemente (Wachstumsfaktoren etc.) zur Wanderung an das Gebiet der Heilung
  3. Knochenzellen (Osteozyten), welche im Knochen vorkommen, können Knochen direkt neubilden

Typische Stellen für die Knochenentnahme für Fuss- und Knöcheloperationen beinhalten: die proximale Tibia (Unterschenkelknochen), der Beckenkamm und der Calcaneus (der Fersenknochen). Je näher am Körper, desto besser die Qualität des Knochentransplantats (bsp. stellt ein Beckenkammtransplantat ein besseres Spenderstück dar, als der proximale Tibiaknochen und dieser wiederum ist besser als eine Entnahme des Calcaneus).

Die Knochenentnahme bei einem Patienten und die nachträgliche Transplantation an einer anderen Körperregion wird als Autotransplantation bezeichnet, wobei Transplantate einer Leichenspende als Allotransplantation bezeichnet werden. Es gibt heutzutage bereits einige Ersatzteile für ein Knochentransplantat, welche versuchen den Knochen durch stimulierende Elemente (bsp. platelet derived growth factors, bone morphogenic proteins etc) zur Neubildung zu aktivieren.

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