Zusammenfassung

Ein Ganglion ist eine Struktur, die mit einer klaren gelatineartigen Flüssigkeit gefüllt ist, welche von einem Gelenk oder einer Sehnenscheide stammt. Es tritt meist bei einer Schwächung der Auskleidung des Gelenks oder der Sehne auf, wodurch Synovialflüssigkeit (Flüssigkeit des Gelenks oder der Sehne) austreten und eine Aussackung formen kann. Dies führt zu einer weichen Raumforderung im Fuss, normalerweise im Mittelfuss oder in Knöchelnähe. Die Aussackung kann zu Beschwerden und Reizung durch Tragen von Schuhwerk führen. Die Grösse der Raumforderung verändert sich oft mit der Zeit und wird abwechselnd grösser und kleiner.

Behandlung

Konservative Therapie

Meist können Ganglien symptomatisch therapiert werden indem man für eine ausreichende Polsterung im Schuh über der Ganglienregion sorgt.

Die Zyste kann mit einer Nadel unter sterilen Bedingungen aspiriert werden, obwohl die Struktur unveränderlich wiederauftritt, wenn die Ursache (ein Riss im Gelenk oder der Sehnenscheide) nicht behandelt wurde.

Operative Therapie

Die operative Entfernung des Ganglions kann erfolgreich sein, sofern die Ursache beseitigt wurde.

Mögliche Komplikationen

Die operative Entfernung des Ganglions ist mit einer erstaunlich hohen Komplikationsrate der Wunde verbunden, da eine Tendenz zum weiteren Abfluss der Synovialflüssigkeit besteht. Andere Risiken der Operation beinhalten:

  • Wundinfekte
  • Nervenverletzung. Benachbarte sensorische Nerven können durch das Narbengewebe gedehnt oder irritiert werden und somit zu lokalisierter Taubheit oder Brennen führen.
  • Wiederauftreten der Zyste, vor allem wenn sie tief oder mehrfach gelappt ist.

 

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